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Verlag und Literatur Forum Freund

Verlag und Forum für Literatur und Kultur in Berlin Wannsee von Adelheid und Eckart Freund.

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michaelstumm

Mit »Leutnant Gustl« gewährt Schnitzler einen imposanten Einblick in jene Strukturen, die in der kaiserlich-königlichen Armee von Österreich-Ungarn vorherrschten. Verdeutlicht wird dies durch das vermeintlich hohe Ansehen der Offiziere, deren gesellschaftliches Renommee alle anderen Berufsgruppen weit überragt; so gediehen Standesdünkel und Missgunst zu prägenden Elementen jener Zeit. Die Erzählform des inneren Monologs ermöglicht es dem Leser, unmittelbar jener
obskuren Denk- und Fühlweise des Protagonisten teilhaftig werden zu können. Die Novelle war als Skandal empfunden worden. Ein militärisches Ehrengericht entzog Arthur Schnitzler unmittelbar nach Veröffentlichung im Jahr 1900 den Rang eines Oberarztes, weil er „als dem Offiziersstand angehörig die Ehre und das Ansehen der österreichisch-ungarischen Armee geschädigt und herabgesetzt“ habe.

https://freund-literatur-forum.de/samstag-30-november-2013-lesung-leutnant-gustl-con-schnitzler/

dekorativ

Dieser Weltbestseller handelt von den Erlebnissen der miteinander befreundeten Tiere Maulwurf, Dachs, Wasserratte und Kröte, deren Geschichten sowohl von tiefer Lebensklugheit als auch von  aufrichtiger Zuneigung erzählen.

Darüber hinaus führt uns Kenneth Grahame anhand der Figur des Kröterichs – des „Herrn Krott“- jene Lebensart des britischen Landadels vor Augen, wie sie dort noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts gepflegt worden war.

Eine hinreissende Lektüre!

https://freund-literatur-forum.de/samstag-8-juni-2013-lesung-der-wind-in-den-weiden/

dekorativ

New York, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs: Newman, Personalchef einer angesehenen Firma, unterliegt dem Verbot, Juden einzustellen. Weil eine neue Brille sein Aussehen verändert hat, gerät er in Schwierigkeiten: so stellt sich das „gesunde Volksempfinden“ einen Juden vor. Als er daraufhin auf einen untergeordneten Posten versetzt wird, kündigt er und gibt sich nach langer vergeblicher Stellensuche mit einem einfachen Job zufrieden. Doch die Brille, das Symbol seines beruflichen und gesellschaftlichen Abstiegs, beginnt, ihm den Blick zu schärfen.

Textauszug:

„Finkelstein war noch ein junger Mann, als Jude aber war er alt. Er wußte, was da vorging; er mußte es wohl wissen. Zeimal hatte er in den letzten drei Wochen, wenn er um sechs Uhr früh aus seinem Haus gekommen war, seinen Mülleimer auf der Straße liegend gefunden und die Abfälle vor seinem Haus verstreut. Als er an diesem Morgen heraustrat und den Eimer wider ausgeleert fand – die Grapefruitschalen waren bis auf seine Terrasse hinaufgeworfen – , zögerte er nicht eine Sekunde, sondern machte sich gleich daran, mit zwei Stücken Pappendeckel die Abfälle zusammenzusuchen und in den Eimer zurückzuwerfen. Er lächelte dabei. Wenn er auf diese Art geängstigt und erzürnt wurde, pflegte er immer zu lächeln. Es war wie beim Anhören eines alten Witzes, den man ihm sein ganzes Leben hindurch immer wieder erzählte, so daß er nicht mehr tun konnte als über die Dummheit des Erzählenden zu lächeln. Er lächelte aber auch deshalb, weil er instinktiv wußte, daß jemand von der gegenüberliegenden Häuserfront zusah, wie er die Abfälle zusammensuchte. Erst als er sich aufrichtete, nachdem er den Eimer auf seinen angestammten Platz gestellt und einen Blick über die Straße auf die Reihe der anderen Eimer geworfen hatte – erst dann begann seine Verwirrung. Denn er bemerkte erschrocken, daß auch der Rasen vor Newmans Haus mit Abfällen überstreut war und daß Newmans Eimer ebenfalls umgelegt war. Finkelstein nahm dies zur Kenntnis und dachte darüber nach. War es möglich, daß seine Frau recht hatte, wenn sie behauptete, Newman wäre ein ausgesprochen jüdischer Name? Er konnte es nicht glauben, obwohl er nicht wußte, warum. Es war ihm immer selbstverständlich gewesen, daß Newman, der für diese große Aktiengesellschaft arbeitete, kein Jude sein könnte. In letzter Zeit allerdings…“

Rowohlt Verlag Reinbek 1987

https://freund-literatur-forum.de/samstag-8-oktober-2012-lesung-arthur-miller/

 

 

https://freund-literatur-forum.de/samstag-28-januar-2012-lesung-john-updike/

dekorativAus dem I. Gesang:

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühten
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.

Nobel, der König, versammelt den Hof; und seine Vasallen
Eilen gerufen herbei mit großem Gepränge; da kommen
Viele stolze Gesellen von allen Seiten und Enden,
Lütke, der Kranich, und Markart, der Häher, und alle die Besten.
Denn der König gedenkt mit allen seinen Baronen
Hof zu halten in Feier und Pracht; er läßt sie berufen
Alle miteinander, so gut die Großen als Kleinen.
Niemand sollte fehlen! und dennoch fehlte der Eine,
Reineke Fuchs, der Schelm! der viel begangenen Frevels
Halben des Hofs sich enthielt. So scheuet das böse Gewissen
Licht und Tag, es scheute der Fuchs die versammelten Herren.
Alle hatten zu klagen, er hatte sie alle beleidigt,
Und nur Grimbart, den Dachs, den Sohn des Bruders, verschont‘ er.

Isegrim aber, der Wolf, begann die Klage; von allen
Seinen Vettern und Gönnern, von allen Freunden begleitet,
Trat er vor den König und sprach die gerichtlichen Worte:
Gnädigster König und Herr! vernehmet meine Beschwerden.
Edel seid Ihr und groß und ehrenvoll, jedem erzeigt Ihr
Recht und Gnade: so laßt Euch denn auch des Schadens erbarmen,
Den ich von Reineke Fuchs mit großer Schande gelitten.
Aber vor allen Dingen erbarmt Euch, daß er mein Weib so
Freventlich öfters verhöhnt und meine Kinder verletzt hat.

Ach! er hat sie mit Unrat besudelt, mit ätzendem Unflat,
Daß mir zu Hause noch drei in bittrer Blindheit sich quälen.
Zwar ist alle der Frevel schon lange zur Sprache gekommen,
Ja, ein Tag war gesetzt, zu schlichten solche Beschwerden;
Er erbot sich zum Eide, doch bald besann er sich anders
Und entwischte behend nach seiner Feste. Das wissen
Alle Männer zu wohl, die hier und neben mir stehen.
Herr! ich könnte die Drangsal, die mir der Bube bereitet,
Nicht mit eilenden Worten in vielen Wochen erzählen.
Würde die Leinwand von Gent, so viel auch ihrer gemacht wird,
Alle zu Pergament, sie faßte die Streiche nicht alle,
Und ich schweige davon. Doch meines Weibes Entehrung
Frißt mir das Herz; ich räche sie auch, es werde, was wolle…“

Während der Lesung zeichnete die bekannte Comic-Zeichnerin (IRMINA im Reprodukt-Verlag) Barbara Yelin die Szenen mit. Die so entstandenen Blätter wurden zum Schluss der Veranstaltung unter den Zuhörerinnen und Zuhörern meistbietend versteigert.

Sämtliche Illustrationen:   © Barbara Yelin (www.barbarayelin.de)

https://freund-literatur-forum.de/mittwoch-22-juni-2011-lesung-reinek-fuchs/

dekorativ

Aus dem Anfang des Buches:

„Am darauffolgenden Tag starb niemand. Diese allen Lebensregeln zuwiderlaufende Tatsache löste bei den Menschen ungeheure Verwirrung aus, und die war in jeder Hinsicht gerechtfertigt, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß in den vierzig Bänden der Universellen Weltgeschichte kein einziges Phänomen belegt ist, daß nämlich ein kompletter Tag mit vollen vierundzwanzig Stunden, aufgeteilt in Tag-, Nacht-, Morgen- und Abendstunden, vergangen wäre, ohne daß sich ein krankheitsbedingter Todesfall, ein tödlicher Sturz oder ein erfolgreicher Selbstmord ereignet hätte, nichts, absolut gar nichts. Nicht einer dieser nach Festivitäten so üblichen Autounfälle, bei denen die heitere Sorglosigkeit und ein Übermaß an Alkohol sich auf den Strassen gegenseitig herausfordern und abstimmen, wer als Erster zu Tode kommen soll. Der Silvesterabend hatte nicht den üblichen unheilvollen Rattenschwanz von Todesfällen nach sich gezogen, es war, als hätte die alte Atropos mit ihrem gefletschten Pferdegebiss beschlossen, ihre Schere für einen Tag ruhen zu lassen. Blut floss dennoch, und nicht zu knapp. Verwirrt, bestürzt, ihren Brechreiz mühsam unterdrückend zogen die Feuerwehrleute menschliche Körper aus den Trümmern, die nach der mathematischen Logik von Zusammenstößen mausetot hätten sein müssen, trotz der Schwere ihrer Verletzungen und der erlittenen Traumata jedoch noch immer am Leben waren und mit herzzerreisendem Sirenengeheul in die Krankenhäuser eingeliefert wurden. Keiner sollte auf dem Weg dorthin sterben, und alle sollten die ärztlichen Prognosen widerlegen, Der arme Teufel hat keine Chance, man sollte ihn gar nicht erst operieren, wie beispielsweise der Chirurg zur Krankenschwester sagte, während diese ihm den Mundschutz umband. Und tatsächlich hätte der Arme am Vortag vielleicht nicht gerettet werden können, doch an diesem Tag weigerte sich das Unfallopfer ganz entschieden zu sterben.“

https://freund-literatur-forum.de/lesung-eine-zeit-ohne-tod/

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